Made in Islam

Regie: Siba Shakib – Dokumentarfilm, 80 min, Farbe, 2019

Eine filmische Reise hinter den Schleier der Vorurteile. MADE IN ISLAM erzählt vom schöpferischen Umgang mit islamischer Mode als Mittel zur Abgrenzung, aber auch zur Annäherung zwischen Muslimen und westlichen Kulturen.

Siba Shakib begleitet Designer, die sich an die Regeln der Religion halten und deren Kreationen trotzdem oder gerade deshalb würdig sind, auf internationalen Modenschauen präsentiert zu werden. Ob Niqab, Hijab, Shayla oder al-Amira … der Schleier als Beispiel muslimischer Kleidung ist immer doppeldeutig: als Kontrollinstrument, als religiöses Zeichen und zugleich als modisches Detail, als Ornament, dessen Schönheit zählt. Die iranischstämmige Regisseurin Siba Shakib führt in die islamische Mode – die „Modest Fashion“ ein. Hinter den traditionellen Kopfbedeckungen geht sie der Frage nach, wie es sein kann, dass Frauen im Westen immer sexy sein sollen und Frauen im Nahen Osten überwiegend bedeckt sind.

Es geht um Schönheit, um Macht und um Männer. Vor allem aber geht es um islamische Frauen und den neuen Modetrend, mit dem sie jahrhundertealte Traditionen und Gesetze auf den Kopf stellen. Modest Fashion.

Wie soll das zusammenpassen? Mode und Islam? Für mich ist das ein Widerspruch.

Was wir jetzt erreicht haben, ist, dass „Modest Fashion“ in die gesamte Modewelt integriert ist: Dolce und Gabbana, Valentina, Zara …

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Über den Film

Modest Fashion

Kleidung war und ist in vielen Kulturen und Ländern ein explosives Thema – allen voran in orientalischen Ländern und in der islamischen Kultur. Es heißt: Wer die Kleidung der Frauen kontrolliert, kontrolliert auch die Gesellschaft. Ein Mann ist nur ein Mann, wenn er die weiblichen Angehörigen seines Hauses vor Übergriffen, ja sogar Blicken fremder Männer schützen kann. Ihre Schönheit, ihre Reize sind sein Eigentum, kein Fremder darf sie sehen.

Im Gegensatz zu diesem Stereotyp steht der Trend der sogenannten „Modest Fashion“, auch „Islamische Mode“ genannt. Die Frauen, die sie machen und tragen, halten sich weitestgehend an die Normen und Gesetze ihrer Religion. Gleichzeitig spielen sie mit Designs, Farben und Formen. Entstanden ist eine eigene Nische auf dem Modemarkt. Mit diesem Trend schaffen es selbstbewusste, gläubige muslimische Frauen, den eigenen Chic zur Schau zu tragen. Ein Trend, der immer mehr Umsätze generiert und auch von großen, renommierten Modehäusern bedient wird.

Siba Shakib

In Tehran geboren und aufgewachsen, hat Siba Shakib die internationale Deutsche Schule besucht. Studiert hat sie in Deutschland und den USA. Heute lebt sie in NY, Italien und Dubai.

Sie ist, wie sie selber sagt: „immer auf der Suche nach einer neuen Heimat und gleichzeitig immer auf der Flucht davor, irgendwo anders als im Iran Wurzeln zu fassen. Denn dann würde ich den Iran als Heimat endgültig verlieren.“

Auch wenn sie das Gefühl für den Begriff Heimat längst verloren hat, gehören der Iran, die Sprache und die Kultur, „was immer das ist“, genauso zu ihrem täglichen Leben, wie ihr Engagement für Demokratie und Freiheit im Iran.

Stab

Regie

Siba Shakib

Produzenten

Mohammad Farokhmanesh & Armin Hofmann

Koproduktion

brave new work GmbH, Hamburg

Produktionskoordination

Katharina Hoppe

Herstellungsleitung

Mohammad Farokhmanesh

Kamera

Anne Misselwitz

Ton

Corinna Zink

Galerie

Verfügbar auf

Auf den folgenden Streamingplattformen wird der Film aktuell angeboten. Außerdem gibt es den Film seit August 2021 auf DVD! Möchten Sie den Film auf einer eigenen Veranstaltung vorführen, zögern Sie nicht, uns direkt auf einen Streaminglink anzusprechen.

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